Das Projekt Kuz Paro - im unwegsamen Kohistan
Für die Initiatoren war dieses Schulprojekt eine kleine Erfolgsgeschichte
 
Kuz Paro liegt in den unwegsamen Bergregionen Kohistans im Nordwesten Pakistans. Es ist ein Distrikt, der als der ärmste in Pakistan gilt, und die Menschen, die hier leben, sind von fast allem abgeschnitten. Das enge, tief eingeschnittene Palas Tal mit dem Mushaga'h Fluss zählt zu einer besonders abgelegenen Gegend. Doch hier liegt das Ziel unserer rotarischen Hilfe: das Dorf Kuz Paro.
 
Schlimm ist es für die Menschen hier, wenn ihre natürliche Abgelegenheit noch durch Naturkatastrophen verstärkt wird. So waren 2010 noch nicht alle Spuren des Erdbebens von 2005 beseitigt, und die zerstörten Brücken nur zum Teil wieder aufgebaut, da kamen die vernichtenden Fluten und rissen alles mit sich.
 
Von den Wassermassen und den mitgeführten, wie Geschosse wirkenden Holzstämmen, wurde auch die Jarail Primary School in Kuz Paro zerstört. Wieder waren die Menschen abgeschnitten. Diesmal waren besonders die Kinder betroffen, die keinen Unterricht mehr erhielten, aber sehr lern- und wissbegierig sind.
 
Davon hörte Claus Euler nicht nur, ein bereits seit langen Jahren in Pakistan arbeitender deutscher Entwicklungsberater, sondern er bekam im März 2011 auch das ganze Ausmaß der Zerstörung zu sehen. Claus Euler wiederum überzeugte Johannes Huljus, der neben seiner Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit, auch über die notwendigen Kontakte zu Rotary verfügte. Vor Ort fanden die beiden Initiatoren eine gute Unterstützung durch die lokale Organisation 'PCDF' (Palas Conservation and Development Federation). Rotary Deutschland (RDG) und wir als Länderausschuss unterstützten das Projekt mit der stolzen Summe von 54 600 Euro. Freunde und Bekannte von Claus Euler spendeten die Schulmöbel und der Rotary Club Islamabad Cosmopolitan koordinierte für uns die Abwicklung.
 
Um eventuellen erneuten Wasserfluten zu begegnen, wurde die neue Schule wesentlich höher positioniert und auch entfernter vom Fluss an den Hang gebaut. Dadurch waren zwar zusätzliche Erdbewegungen nötig und es musste auch eine Stütz- und Schutzmauer zur Strasse hin errichtet werden, doch waren diese Maßnahmen erforderlich, auch wenn dadurch höhere Kosten entstanden als zunächst veranschlagt.
 
Nun freuen sich die Kinder, dass sie bei Schnee und Kälte nicht mehr im Freien unterrichtet werden und wieder ein sprichwörtliches 'Dach über dem Kopf' haben.
 
Weitere Bilder und Informationen hat Claus Euler hier zusammengetragen.
 
Kuz Paro   Kuz Paro
 
Links sehen Sie die alte, von den Fluten zerstörte Schule. Bei Hochwassern lag die Schule wie die Rheininsel Kaub mitten im Fluss.
Die nachfolgenden Aufnahmen zeigen wie das neue Fundament am Hang errichtet wird, wie das Gerüst die Gebäudeform andeutet und schließlich die neue fertige Grundschule.
 
Kuz Paro   Kuz Paro
Kuz Paro   Kuz Paro
Kuz Paro   Kuz Paro
Kuz Paro   Kuz Paro
 
Und die Erfolgsgeschichte geht weiter. Im August 2013 hörten wir, dass sich die Schule zu einem kleinen bildungspolitischen Vorzeigeprojekt entwickelt hat. Zurzeit besuchen 30 Jungen und 15 Mädchen (was eine überraschende Ausnahme ist) die Schule. Seit Kurzem ist auch ein Kindergarten angeschlossen und die Deutsche Botschaft hat unlängst noch Euro 20 000 für den Bau eines Spielplatzes und einer Schutzmauer um das Schulgelände zur Verfügung gestellt. Das macht wirklich Freude.
Kuz Paro   Kuz Paro
 
Die weiter oben bereits erwähnten 20 000 Euro von der Deutschen Botschaft, sind inzwischen 'verbaut' worden. Seit Anfang Dezember 2013 erfreuen sich 78 Kinder, davon die Hälfte Mädchen, an den neuen Spielgeräten.
 
Zusätzlich gab es Uniformen, Schuhe und Tornister. Für die Lehrer gab es eine Grundausstattung für die Küche, und Bettzeug, da sie ja die Woche über in der Schule wohnen. Die Kinder wurden medizinisch untersucht und dann folgte die nicht zu vermeidende Entwurmungskur.
 
Das Schönste war jedoch wie diese Kinder zum ersten Mal in ihrem Leben Buntstifte sahen und bei einem Mal-Wettbewerb Bilder ihrer Schule zeichneten. Natürlich gab es Preise und die Bilder werden auch in der deutschen Botschaft ausgestellt.

 
Inzwischen verfügt die Schule dank PAUL auch ständig über sauberes Trinkwasser. Die Trinkwasser-Reinigungsanlage wurde 2015 von der Humanity Care Stiftung gespendet.
PAUL

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