PAUL der Lebensretter
 
PAUL

 
Inzwischen sind 174 PAUL-Trinkwasser-Reinigungsanlagen in Pakistan eingesetzt. (30.04.15)
Siehe dazu weiter unten. Zuvor aber eine hochaktuelle Information:
 
Der Rotary Distrikt 1841 richtet ein Depot von 6 PAULs bei der Hilfsorganisation 'humedica' in Kaufbeuren/Ostallgäu ein, auf die dann bei Katastropheneinsätzen sofort zurückgegriffen werden kann. Damit kann Rotary schnell und unbürokratisch zur Linderung der Knappheit an sauberem Trinkwasser bei Erdbeben, Überflutungen oder anderen Notfällen helfen. Näheres über die Nichtregierungsorganisation 'humedica' und ihren Einsatz in Pakistan erfahren Sie unter humedica.org
 
Ein PAUL kostet rund 1.000 €. Damit dieses Depot bestückt wird und immer wieder aufgefüllt werden kann, sind Ihre Spenden dringend notwendig! Wenn Sie Ihre Spende aber speziell für Pakistan gedacht haben, dann wird bei einem entsprechenden Vermerk auf Ihrer Überweisung Ihr Spendenbetrag einem PAUL für Pakistan zugeordnet. Dort haben manche Regionen fast jährlich unter Überflutungen zu leiden und sauberes Trinkwasser ist ohnehin eine wirkliche Kostbarkeit.
 
Spenden für das PAUL-Depot sind auf folgendes Konto einzuzahlen:
Rotary Hilfswerk Distrikt 1841 e.V.
IBAN: DE19 7202 0070 0021 0093 93
BIC: HYVEDEMM408
Kennwort: PAUL-Spende für xxx.
 

 
Die Verteilung der 174 PAULs in Pakistan für die Flutopfer
 
Verteilung

 
Alle PAULs wurden von der Humanity Care Stiftung in ihre Einsatzgebiete nach Pakistan gebracht. 46 wurden vom Länderausschuss / RDG mit 48.806 Euro finaziert, die übrigen durch andere Spender, zu denen auch verschiedene Rotary Clubs gehörten.
 
Nach Abfluss der Hochwasser verbleiben die PAULs in den Dörfern, da sie dort als Quelle von sauberem Trinkwasser auch weiterhin dringend benötigt werden.
 
Die Ankunft von 'PAUL' in einem Dorf ist immer ein besonderes Erlebnis.
Doch lesen Sie selbst die Eindrücke von Frau Nigi Aziz von der Humanity Care Stiftung.
 

Als die Verpackung geöffnet wurde, versammelten sich die Dorfbewohner und schauten interessiert und neugierig auf das Ding, das da von Folker Flasse aus Deutschland ausgepackt wurde. Sie konnten nicht erkennen, was da zum Vorschein kam und berührten das Wasserreinigungsgerät PAUL recht vorsichtig und skeptisch.
 
Folker Flasse rief nach einigen Eimern mit Wasser und schüttete die braune Brühe von oben in das Gerät. Jeder wartete, aber kein Wasser zeigte sich am unteren Ausflussventil. Ein wenig perplex rüttelten die Menschen an dem neuen Kasten und öffneten und schlossen den unten angebrachten Hahn. Aber nichts tat sich. 'Ein Wunder, die acht Eimer mit Wasser sind verschwunden', flüsterten der eine. 'Nein, der Hahn ist kaputt', ergänzte ein anderer.
 
Folker blieb ruhig und sagte ihnen, sie sollten warten und weiter zusehen. Und dann langsam aber stetig tröpfelte das erste Wasser aus dem Hahn. Nicht lehmig, nicht schmutzig, sondern klar wie Quellwasser! Es vergeht eine gewisse Zeit, bis das Wasser das innere Filtersystem passiert hat und von Verschmutzungen und Bakterien gereinigt wird.

 

Es gab laute, freudige Zustimmung von den Umstehenden. Sie füllten ihre Becher mit dem gereinigten Wasser, schauten es aber noch unschlüssig an. Folker füllte ebenfalls seinen Becher und trank ihn ganz aus. 'Das war beispieltrinken', witzelte er. Jetzt waren die Dorfbewohner überzeugt und ermutigt. Jeder nahm seinen Becher und probierte das frische Wasser.
 
'Es schmeckt wunderbar', sagten sie begeistert. Und so war es, als das PAUL-System das erste Mal im Herbst 2010 in den flutgeschädigten Dörfern im Nord-Westen Pakistans zum Einsatz kam. Seit dieser Zeit haben Tausende von diesem Apparat profitiert, der von der Universität Kassel entwickelt worden war. Das System arbeitet ohne elektrischen Strom, nur auf Basis der Schwerkraft und benötigt keinen Chemikalien, da die mit Nano-Technologie hergestellten Filter so fein sind, dass selbst Cholera-Bakterien nicht durchschlüpfen können. Jeder PAUL produziert im Dauerbetrieb genug Trinkwasser für die betroffenen Menschen. Über 174 Trinkwasser-Reinigungsgeräte sind bisher durch die Humanity Care Stiftung, oft mit Unterstützung durch Rotary Deutschland oder einzelnen Rotary Clubs aus Deutschland oder Pakistan, in vielen Dörfern in den Katastrophengebieten Pakistans aufgestellt worden.
 
Jedes Mal, wenn Dorfbewohner einen Hahn öffnen und ihre Gläser füllen, lächeln sie dankbar.'Es ist wie Quellwasser', sagen sie glücklich.
 
'PAUL' hat sich auch in anderen Ländern bewährt. So wurden von HCS 166 Geräte in Haiti eingesetzt, 49 Geräte in Vietnam und 42 in Thailand.

 

PAUL der Lebensretter
von unserer Partnerorganisation Humanity Care Stiftung (08.01.2011) + Pressemitteilung vom 26.02.2011
 
Im Rahmen der Flutopferhilfe für Pakistan wurden über 100 Wasseraufbereitungsanlagen namens PAUL von Humanity Care in das krisengeschüttelte Gebiet geschickt. PAUL steht für 'Portable Aqua Unit for Livesaving'.
 
Paul Paul

 
PAUL entwickelt sich zum Renner
Die Wasserfilteranlagen PAUL entwickeln sich inzwischen in Pakistan zu einem Renner. 'Täglich erhalten wir Bitten von Ortschaften in den Flutgebieten, auch mit Filtergeräten ausgestattet zu werden', berichtet Humanity Care Stiftung. Wenn auch das Wasser im Nordteil des Landes abgeflossen ist - Tümpel sind noch überall zu finden - so sind doch alle Brunnen, Kanäle und Bäche so verschmutzt, dass das Wasser nicht getrunken werden kann. Ein Trinkwassernetz ist nicht vorhanden. Im Südteil des Landes stehen imer noch weite Teile des Landes knietief unter Wasser. Dieses Wasser kann aufgrund zu geringen Gefälles kaum abfließen. Man setzt auf Verdunstung. Auch in diesen Landesteilen werden Filtergeräte dringend benötigt. Allein unsere Helfer im Raum Dadu / Sindh haben weitere 14 Systeme erhalten.
 
Zwischenzeitlich haben auch einige Schulen in der Erdbebenregion von 2005 von den Systemen erfahren. Auch dort sind noch viele Brunnen beschädigt, so dass sie ebenfalls kein sauberes Wasser liefern. HCS hat nun zu Testzwecken ein Gerät an die Mädchenschule in Chinari / Azad Kashmir gegeben. Diese Schule liegt nur wenige Kilometer von der Waffenstillstandslinie mit Indien entfernt und wird bei Hilfen leider oft übersehen. Nun wartet man bei HCS gespannt auf den ersten Erfahrungsbericht von dort.
 
Die Entwicklung von PAUL wird bereits seit drei Jahren vom RC Ebersberg-Grafing intensiv unterstützt. PAUL ist eine Wasseraufbereitungsanlage, die weder Energie noch Chemie benötigt und auch von Analphabeten bedient werden kann. Mit Hilfe der Nanotechnologie wurde ein Filter geschaffen, der selbst Cholerabakterien zurückhält.
 
Die Kosten der Herstellung von PAUL liegen derzeit bei 999 Euro. Paul hat seinen Praxiseinsatz mit Erfolg bestanden und nachgewiesen, dass er ein sehr erfolgreicher Helfer bei Katastropheneinsätzen sein kann.
 

Über 100 Trinkwasseranlagen im Flutgebiet von Pakistan
Pressemitteilung vom 26.02.2011
'Humanity Care Stiftung kann auf großen Erfolg verweisen'
 
Am vergangenen Donnerstag (24.02.11) sind auf dem Luftweg weitere 50 Trinkwasseraufbereitungs- anlagen der Humanity Care Stiftung (HCS) in Pakistan eingetroffen. Diese Anlagen werden in der kommenden Woche in die Dörfer und Städte im Flutgebiet transportiert und dort in Betrieb genommen. '101 Wasserreinigungsanlagen haben wir jetzt insgesamt im Katastrophengebiet, eine Zahl, die keine andere Hilfseinrichtung bisher erreicht hat - und darauf sind wir sehr stolz,' erklärt Folker Flasse, Präsident der Humanity Care Stiftung, bei einem Besuch von Mitgliedern verschiedener Rotary Clubs.
 
Die fürchterliche Flut hatte eine Fläche von der Größe von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zusammengenommen unter Wasser gesetzt und 20 Millionen Menschen obdachlos gemacht. Neben 1,8 Millionen Häusern wurden auch alle Brunnen zerstört, Flüsse, Kanäle und kleine Bachläufe sind kontaminiert, so dass auch sechs Monate nach der Flut überhaupt noch kein sauberes Wasser zur Verfügung steht.
 
Deshalb ist es so wichtig, die Flutopfer neben vielen Hilfsgütern mit sauberem Wasser zu versorgen, besonders um Krankheiten wie Durchfälle, Hepatitis und besonders Cholera zu verhindern. Folker Flasse ergänzt dazu:'Wir hoffen, dass es in den von uns betreuten Gebieten Pakistans nicht zum Ausbruch von Cholera kommen wird. Was bei zu langem Zögern passieren kann, hat ja Haiti gezeigt.'
 
Die in Pakistan im Einsatz befindlichen Anlagen konnten aus Spenden, die die Stiftung erhalten hat, gekauft werden. Viele Rotary Clubs und der deutsche Zweig des World University Service in Wiesbaden haben sich am Kauf weiterer Systeme beteiligt. Ein sechsstelliger Betrag ist bisher für die Geräte ausgegeben woden. Weitere Anlagen sollen noch folgen.
 
Die Wasseraufbereitungsanlagen der HCS sind in drei Schwerpunktgebieten eingesetzt: im Raum Mardan - Tangi, im Süd-Punjab und in der Region Mehra - Dau in der Provinz Sindh. Sie benötigen keine Elektrizität oder motorischen Antrieb und keine Chemikalien. Sie arbeiten mit modernster Nano- Technologie. Sie sind eine Entwicklung der Universität Kassel. Jede Anlage kann ca. 350 bis 450 Einwohner mit Trinkwasser versorgen. Die Geräte sind sehr einfach zu bedienen, werden aber auch von Personal der Stiftung überwacht. Der Wartungsaufwand ist äußerst gering.

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